Kirchengemeinde Neckarstadt
Handlungsfelder und Schwerpunkte pastoralen Handelns
- Welches sind die Schwerpunkte bei Ihnen vor Ort in Seelsorgeeinheit und Gemeinde?
- Welche Dinge sind besonders lebendig?
- Was davon möchten Sie zur Pastoral der neuen Pfarrei beitragen?
- Beschränken Sie sich dabei bitte auf die wichtigsten und herausragendsten Handlungsfelder.
In allen vier Gemeinden gibt es viele verschiedene Gottesdienstangebote (Hl. Messe, Rosenkranz, Anbetung, Gebetskreise, Kreuzwegandachten, Erstkommunionvorbereitung etc.) In vielen Bereichen sind Ehrenamtliche in liturgischen Diensten (LektorInnen, KommunionhelferInnen, KantorInnen etc.) tätig. Auch werden regelmäßig Wort-Gottes-Feiern von Ehrenamtlichen gestaltet und geleitet
Seniorenkreise gibt es in drei der vier Gemeinden und sie sollen, solange sie ehrenamtlich geleitet werden, weiterbestehen. Das gleiche gilt für div. andere Gruppierungen (Pfadfinder, Kirchenchor, DJK, Peru-Kreis etc.) Zudem gehören 2 Kindergärten und 3 Eltern-Kind-Zentren zur Seelsorgeeinheit.
Schwerpunkte vor Ort
Herz Jesu
Kulturelle Angebote im Kirchenraum:
Lichtmeile/Orgelkonzerte/Orgelspaziergang
Soziales Engagement: Sonntagseinladungen (gem. mit St. Nikolaus) MMM Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung Mutter Theresa Schwestern
St. Nikolaus
Kirche und Gemeindesaal Heimat auch für andere rel. kirchliche Gruppen Afrikaner/ Armenier Soziales Engagement: Sonntagseinladungen (gem. mit Herz Jesu) Misereor Sonntag Lernpaten-Projekt
St. Bonifatius
Gemeinschaft und Begegnung ermöglichen: Pfarrfest, Peru Sonntag, Adventmarkt, Gemeindetreff, DJK Ökumenischen lebendiger Adventkalender. Engagement für Kinder und Familien: Kinderkirche, Familienkreis, Ministranten, Martinsumzug Soziales Engagement: Ukraine Treff Sonntagseinladung, Peru-Kreis, „ein-Euro-Essen“ Quartierbüro Wohlgelegen (Kooperation/Träger) Franziskaner - Kloster
St. Bernhard
Kooperation kath. italienische Mission Weihnachtskrippenkreis Pfadfinder Seelsorge in Pflegeheimen
Kurzkonzepte für drei exemplarische Projekte in der Neckarstadt:
Titel des Arbeitsbereichs Lotsen für Menschen in schwierigen Situationen in Kooperation mit MMM (Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung)
Kurzbeschreibung des Arbeitsbereichs
In der Neckarstadt in Mannheim leben viele Menschen in sehr prekären Verhältnissen. Milieu- und sprachbedingt fehlt es ihnen oft am ungehinderten Zugang zu Unterstützung und Hilfsangeboten. In vielen Einzelfällen konnten und können Gemeindemitglieder Verbindungen zu Beratungsdiensten herstellen, Behördenschreiben erklären, wichtige Termine vereinbaren. Auch die Ehrenamtlichen der seit langem in der Neckarstadt tätigen „Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung“ (MMM) erfahren, dass es eine Vielzahl von Menschen gibt, die über das medizinische Angebot hinaus Unterstützung bei Alltagsfragen benötigen. Etwa beim Lesen und Verstehen von Behördenpost, Ausfüllen von Anträgen, Begleitung zu Ämtern und anderen Stellen.
Wir wollen ein Angebot entwickeln, das diesen Menschen Unterstützung und Hilfe gibt. Dabei können Ehrenamtliche aus der ganzen Stadt mitwirken.
Ziele / Zielgruppe
Menschen mit Schwierigkeiten im Umgang mit Alltagsfragen
Es gibt immer wieder direkte Anfragen und Bitten um Hilfe, die an die MA des MMM, an EA aus der Pfarrgemeinde, an die Mutter-Theresa-Schwestern gerichtet werden.
Das Medizinische Angebot des MMM wird ergänzt durch Unterstützung bei der Alltagsbewältigung
Diese Hilfe dient auch der seelischen Gesundung der Menschen in Not.
Inwiefern dient der Arbeitsbereich dazu, das Zukunftsbild Stadtkirche zu erreichen?
Im Zukunftsbild lesen wir : Kirche wendet sich liebevoll den Menschen dieser Stadt zu, und wir zeigen eine barmherzige, freie und mutige Haltung: Das wollen wir tun mit unseren Fähigkeiten und einem offenen respektvollen aufeinander zugehen.
Engagement, das bestimmt ist von den Gaben und Fähigkeiten der Handelnden
Um bei einem solchen Dienst mitzuarbeiten benötigen wir keine Sozialarbeiter oder Juristen, wenngleich es schön ist, wenn sich auch solche beteiligen, sondern Menschen mit gesundem Menschenverstand und Lebenserfahrung. Schulung und notwendige Informationen werden wir zur Einführung und auch fortlaufend natürlich anbieten. Wir können und wollen nicht alle Fragen beantworten und lösen, aber wir wollen „Brücken bauen“ zu den Diensten und Unterstützungsangeboten, die es in der Stadt gibt.
Die Stadtkirche Mannheim ist eine dienende Kirche vorrangig an der Seite der Armen, Benachteiligten und Hilfsbedürftigen. Der Einsatz an den Rändern der Gesellschaft…
Wir erleben in der Neckarstadt ein buntes und vielfältiges Miteinander von Menschen aus vielen Nationen. Viele sind gut integriert und finden sich gut zurecht. Eine Vielzahl von Menschen aber haben große Schwierigkeiten brauchen Hilfe.
Inhalte/ Tätigkeiten/ Maßnahmen, die sich aus den Zielen ergeben
Da die Menschen sich oft scheuen, sich direkt mit den Diensten in Verbindung zu setzen, können „Lotsen“ mit bestehenden Beratungsdiensten in Kontakt herstellen. Sie können Ratsuchende begleiten ggf. über längere Zeit. So können auch besondere Beratungsqualifikationen und Hilfsangebote erreicht und abgerufen werden, die für die Ratsuchenden sonst nicht erreichbar wären.
Bedarf an Räumlichkeiten
PC, Telefon; Infoflyer
Zu Beginn werden wir vor. ein kleines Zimmer bei MMM nutzen.
Angedacht ist auch zu prüfen, ob ein Raum in der Kirche / Pfarrhaus sinnvoll wäre.
Personelle Ressourcen (haupt- und ehrenamtlich)
Ehrenamtliche / Ev. Rechtsanwalt, SozialarbeiterInnen
Unterstützung durch HA bei den bestehenden und beteiligten Diensten
Finanzielle Ressourcen
Budget für Nothilfe
Kosten für Energie, Wasser
ggf. Kaffeebetrieb im Kleinen
Kleine Aufmerksamkeiten für Referenten bei den erforderlichen Schulungen
Diese Kosten sollten aus dem Caritas - Budget der Pfarrgemeinden zu bestreiten sein.
Titel des Arbeitsbereichs „Lernpaten“ an Käthe-Kollwitz-Schule und Neckar - Grundschule
Ziele / Zielgruppe
Auf dem Gebiet der SE Kath. Kirchengemeinde der Neckarstadt liegen mehrere Schulen, u.a. Schulen, wie die Neckar-Grundschule, die zum sozialen Brennpunkt zählt. Allgemein ist bekannt, dass viele unserer Kinder aus sozial schwachen Familien und mit Migrationshintergrund einen schwierigen Start ins Schulleben haben. Sie brauchen dringend Unterstützung, denn die LehrerInnen allein, können bereits mitgebrachte oder sich verstärkende Lerndefizite der Kinder nicht aufarbeiten.
Inhalte/ Tätigkeiten/ Maßnahmen, die sich aus den Zielen ergeben
Engagierte Gemeindemitglieder hatten die Verbindung zum Caritasverband Mannheim aufgenommen und in gemeinsamer Planung das Projekt „Lernpaten“ initiiert. Über den Caritasverband wurden Interessierte Menschen in ganz Mannheim auf das Projekt aufmerksam gemacht. Nach vorangegangener Schulung durch den Caritasverband und in Zusammenarbeit mit den Rektoren der Schulen konnten die ProjektteilnehmerInnen an der Käthe-Kollwitz- sowie der Neckar-Grundschule ihre ehrenamtliche Tätigkeit schließlich aufnehmen.
Parallel zum Unterricht werden die von den LehrerInnen ausgewählten SchülerInnen in Kleingruppen oder einzeln durch die Lernpaten unterstützt und gefördert. Ziel ist nicht, die Noten zu verbessern, sondern es geht darum, Interesse und Motivation zu fördern, die Bereitschaft zum Lernen zu wecken. Zeitlicher Umfang des ehrenamtlichen Einsatzes sind individuell, je nach Möglichkeit selbst wählbar.
Die bereits tätigen Lernpaten und Lernpatinnen sehen in dieser Arbeit einen wesentlichen Beitrag, Kindern, die in vielerlei Hinsicht benachteiligt sind oder in schwierigem Umfeld aufwachsen, einen Moment der Aufmerksamkeit zu schenken, ihnen zu helfen, sie darin zu fördern in Schule und Lernen etwas Positives zu entdecken. Manches Mal kann es auch nur darum gehen, eine halbe Stunde durch Spiel und Gespräch, für die Kinder Freude und Wertschätzung erfahrbar werden zu lassen.
Personelle Ressourcen (haupt- und ehrenamtlich)
Eine zweite Gruppe Ehrenamtlicher, die sich bereit erklären in dem Projekt mitzuwirken, durchlaufen zur Zeit eine Schulung und werden in der nächsten Wochen ihre Tätigkeit in den Schulen aufnehmen.
Die Schulungen werden von versch. hauptamtlichen MA von Caritas und Kirche durchgeführt
Finanzielle Ressourcen
Die Schulungen finden in den Räumen der Pfarrgemeinde St. Nikolaus in der Neckarstadt statt.
Die Kosten trägt die Pfarrgemeinde.
Weiter finanzielle Aufwendungen wurden auch vom Caritasverband getragen ( Personalkosten, Aufmerksamkeiten für Referenten)
Pfadfinder Stamm St. Bernhard
Kurzbeschreibung des Arbeitsbereichs
Kinder- und Jugendarbeit, derzeit die größte konfessionell-katholische in der bisherigen Seelsorgeeinheit Mannheim-Neckarstadt. Es gibt vier Gruppenstunden pro Woche, Wölflinge (6-10), Jungpfadfinder(10-13). Pfadfinder (13-16), Rover (16-20), in denen Spiel und Spaß aber auch thematisches geboten wird. Die beteiligten Ehrenamtlichen machen dies in Fortführung ihrer eigenen (tollen) Zeit bei den Pfadfindern und investieren Zeit, Geld und Energie. In einem Einzugsgebiet, das wohlhabendere und finanziell prekäre Situationen einschließt haben Kinder und Jugendliche eine Tätigkeit bei der nach Möglichkeit darauf geachtet wird, dass es keine finanzielle Diskriminierung gibt. So werden Fahrten für Menschen die das finanziell nicht stemmen können teils von der Gemeinde, teils vom Stadtjugendring übernommen.
Ziele / Zielgruppe
Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 6 und 20 Jahre, danach werden diese oftmals Gruppenleiter*innen.
Mittels der fortschreitend attraktiven Programme und der pfadfinderischen Pädagogik werden Kinder und Jugendliche unterstützt auf dem Weg zu mündigen Erwachsenen zu werden.. Spezifisch für die Pädagogik sind dabei u.A. die mit dem Alter voranschreitende Mitbestimmung, das Learning-by-doing-Prinzip und der Leitsatz „Jugend bewegt“, so dass die ältesten Gruppenleiter stand jetzt 30 Jahre alt sind und in den nächsten 3-5 Jahren aufhören werden.
Bedarf an Räumlichkeiten
Die bisherigen Räumlichkeiten, also 3 Räume für die Gruppenstunden, ein Raum zur Lagerung von Material und Sanitäranlagen.
Personelle Ressourcen (haupt- und ehrenamtlich)
Lediglich ehrenamtliche Personen, die sich durch die Pfadfinder selbst finden (ehemalige Gruppenkinder)
