5.6.1. Studierenden-Wohnheim: ADH
Katholisches Studentenwohnheim Alfred-Delp-Haus (ADH) D6 12
Das Wohnheim leistet in erster Linie einen diakonischen Beitrag und stellt somit Student/innen kostengünstigen Wohnraum zur Verfügung. Es gibt eine „Studentische Selbstverwaltung“ (SSV) die gemeinschaftliche Veranstaltungen im Wohnheim in Form eines Semesterprogrammes planen und durchführen. Dieses Engagement war von Anfang an als Konzept als Teil des studentischen Wohnens geplant. Das Wohnheim hat aktuell 138 Zimmer und ist über 55 Jahre alt.
Im ADH wohnen in übergroßer Mehrheit christliche Student/innen auch aus dem Ausland, die hauptsächlich in Mannheim studieren. Viele haben zudem einen Hintergrund in der christlichen Jugendarbeit.
Aufgrund der Generalsanierung, welche 2010/2011 durchgeführt wurde, ist das Wohnheim/Gebäude in einem guten Zustand. Zudem wurden die Wohnheimplätze von 115 auf 138 erweitert. Dies war auch möglich aufgrund der Tatsache, dass es bis dato eine prozentuale Finanzierungszusage von Seiten des EO für bauliche Sanierung des Studentenwohnheims gibt.
Katholisches Jugendwohnheim Emilie-Hucht-Haus (EHH) / Gebäude C2 16-18
Das EHH wurde historisch als Lehrlingswohnheim gegründet und ist über 100 Jahre alt. Aufgrund der Zerstörungen im 2. Weltkrieg war ein teilweiser Neubau erforderlich, in dem das Haus der Jugend (HdJ) 1963 gegründet und untergebracht wurde. Aufgabe war und ist in Form eines diakonisches Beitrags, volljährigen jungen Menschen, die sich in einer Form der Ausbildung befinden eine kostengünstige Wohnmöglichkeit zu bieten. Aktuell gibt es 88 Wohnheimplätze. Mittlerweile wohnen ca. 70% Student/innen im Wohnheim. Hinzu kommen ca. 20% Auszubildende/Lehrlinge und ca. 10% Schüler/FSJ etc. Die GKG/das Dekanat hat ein Zimmer reserviert für den eigenen Bedarf z.B. Studierende/Praktikanten in den SE. Aktuell wohnen ca. 25 Nationalitäten aus der ganzen Welt im EHH.
Ziele / Zielgruppe
Die Kirche in Mannheim stellt bezahlbare Räume sowohl für studentisches Wohnen als auch für Auszubildende, Freiwillige und Praktikanten zur Verfügung. Dies ist Teil der Aufgabe, die sich aus dem Zukunftsbild der Stadtkirche ergibt.
Die Stadtkirche ist vernetzt mit Akteuren außerhalb der katholischen Kirche und erschließt sich so andere Lebensorte, an denen sie bisher nicht oder nur in geringem Umfang präsent ist. Sie ist sowohl missionarisch als auch caritativ tätig.
Inhalte/ Tätigkeiten/ Maßnahmen, die sich aus den Zielen ergeben
Die Student/innen engagieren sich auch in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), welches sich im Gebäude befindet und nehmen an dortige Veranstaltungen teil. Hinzu kommen Kooperationsveranstaltungen der SSV mit der KHG. Die KHG hat auch ihr eigenes Semesterprogramm. Die aktuelle Tutorin der KHG ist aus dem ADH, wie auch schon in der Vergangenheit die meisten Tutor/innen der KHG aus dem ADH stammen.
Im Emilie Hucht Haus gibt es die Möglichkeit dass Bewohner/innen Veranstaltungen für die anderen Hausbewohner organisieren. Punktuell nehmen einzelne Bewohner/innen an Veranstaltungen der KHG teil.
Der Heimleiter vernetzt Angebote der Pfarrei Neu mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Angebote der KHG, der Jungen Erwachsenen und des Solo Netz?? werden dort auf verschiedene Art und Weise analog und digital beworben.
Bedarf an Räumlichkeiten
Für das Alfred Delp Haus stehen 138 Zimmer und für das Emilie Hucht Haus 88 Zimmer zur Verfügung. Gemeinschaftsräume sind vorhanden, ebenso ein Büro für den Heimleiter. Hinzu kommt ein Büro für das Sekretariat sowie jeweils ein Büro für die jeweiligen Hausmeister.
Das Gebäude des Emilie Hucht Hauses befindet sich aufgrund seines Alters in einem recht schlechten Zustand und ist generalsanierungsbedürftig. Es erfordert aufgrund des Alters und des schlechten Zustand einen hohen finanziellen Aufwand den Betrieb und Bestand des Gebäudes aufrecht zu erhalten.
Personelle Ressourcen (haupt- und ehrenamtlich)
1 Heimleiter 100 Prozent Hauptamtlich
1 Sekretariat 50 Prozent Hauptamtlich
Jeweils ein Hausmeister mit Dienstsitz im ADH bzw. EHH mit 100 Prozent, die auch anteilig Zeitdeputate für die bisherigen Gebäude der GKG in der Innenstadt haben.
1 Reinigungskraft 50 Prozent (weitere Reinigungsleistungen werden von Dienstleistern erbracht)
Studierendenvertreter und Heimsprecher/innen ehrenamtlich
Finanzielle Ressourcen
Mit den bisherigen finanziellen und personellen Ressourcen ist es möglich beide Wohnheime weiter zu betreiben. Voraussetzung ist das es gelingt auch in Zukunft rechtzeitig neue Mitarbeiter/innen zu finden und es die entsprechenden Fachfirmen samt Mitarbeiter gibt, die die notwendigen Arbeiten zur Durchführung für die technische + rechtliche Aufrechterhaltung des Wohnheimbetriebes durchführen.
Das ADH trägt sich weitestgehend selbst da es saniert ist und die notwendige Größe hat in Form von vermietbaren Zimmern. Dies ist beim EHH/Gebäude C2 16-18 so nicht gegeben, da es unsaniert ist, weniger vermietbare Zimmer hat, da im Gebäude auch die Räume/die Büros des Haus der Jugend untergebracht sind.
Für das EHH/Gebäude C2 16-18 gab im Jahr 2010 eine grobe Kostenschätzung von 4,5 Millionen Euro für eine grundsätzliche Sanierung. Die Kostensteigerungen der letzten Jahre würden hinzukommen.
