10.2.5. Qualitätsstandards in der Glaubenskommunikation

 

Ergebnisse der Herbstkonferenz 2023

Einzelseelsorge

  • Zuverlässigkeit
  • Professionalität (Ausbildung, Netzwerkwissen/-nutzung, Gesprächsführung)
  • Eigene Begleitung / Supervision, kollegiale Beratung, Selbstsorge, eigene Möglichkeiten und Grenzen kennen
  • Viel Zeit / Flexibilität / Spontaneität
  • Ansprechende Räume
  • Diskretion, Seelsorgegeheimnis
  • Bekanntheit, Transparenz, Bewerbung, Präsenz
  • Heilsame / ganzheitliche Rituale
  • Ziel: Entlastung, Entspannung… Wertschätzung

Jugend / Firmung

  • Persönliche Begegnungen ermöglichen
  • Lebenswelt der Jugendlichen einbeziehen (z.B. Kommunikations- und Freizeitverhalten)
  • Fragestellungen, die für Jugendliche relevant sein könnten, aufgreifen und verarbeiten (z.B. Identität)
  • Aus Studien: projektorientiert und prägnant
  • Wertschätzende Begegnung und sich als lernend zeigen
  • Thematisierung von Sinn- und Glaubensfragen
  • Spirituelles Bedürfnis wecken, zutrauen und bedienen
  • Einbeziehung von Ehrenamtlichen, die selbst in ähnlichen Alter sind.
  • Idee: Firm-App?

Familien

  • Erlebbar, erfahrbar machen
  • Verschiedene neue Orte (familiengerecht gestaltet)
  • „Glaubensvermittler“ in allen Altersgruppen
  • Familienarbeit in bunter Vielfalt
  • Projektartige Angebote auf Augenhöhe
  • Lebensthemen von Familien nicht nur wahrnehmen, sondern deuten und begleiten
  • Kein Leistungsdruck, aber dennoch wert- und sinnvoll
  • Wegbegleitung und verlässlich ansprechbar
  • Messbar in der Annahme der Angebote

Kindertagesstätte

  • S. Aufgaben / Anforderungen aus den Quintessenz-Qualitätsstandards an die pastoralen Ansprechpersonen
    • Verbinden: die pastorale Ansprechperson und die pädagogischen Fachkräfte tauschen sich regelmäßig aus ßà die pastorale Ansprechperson und die pädagogischen Fachkräfte treffen sich mindestens einmal im Jahr zu einem Austausch über Fragen des Glaubens und zur Vernetzung und Planung der Zusammenarbeit
  • Förderung Resilienz
  • Förderung religiöse Sprachfähigkeit (Fachkräfte, Kinder, Eltern)
  • Religion „in allen Dingen“ à religionssensibel
  • Glaube als Grundlage
  • Qualität kostet (Personal, Wertschätzung, Oasentag…)

Liturgie

  • Liturgie ist grundsätzlich Kommunikation!
  • Kommunikation in Liturgie ist nicht nur Worte, auch Musik, sinnlich, etc.
  • Der Liturgieraum beeinflusst die Kommunikationsform
    • Vielfalt an Liturgieformen ermöglicht Vielfalt an Glaubenskommunikation
    • Der liturgische Raum muss ästhetisch die Liturgieform ermöglichen, auch theolog. Ästhetik (z.B. verschiedene Madonnenfiguren) à oft ist weniger mehr
    • Die Raumgestaltung muss flexibler werden. 
    • Kompromissbereitschaft in Liturgie und Raum muss gewährleistet werden.
    • Sind feste Kirchenbänke den Liturgien förderlich?
    • Zu bedenken sind Beleuchtung und Beschallung
  • Glaubenskommunikation in der liturgischen Feier
    • Geschlechtergerechte Sprache
    • Der Stille Raum geben à Reduzierung der Worte
    • Atmosphäre des Ankommens ist wichtig
    • Klare Kommunikation zur Liturgie-Form
    • Nach der Liturgie Begegnungen ermöglichen
    • Leitung der Liturgie soll sorgfältig, behutsam sein
    • Achte auf liturgische Sprache
    • Form der Fürbitten: Partizipativ, mit neuen Medien
    • Weiterbildung aller liturgischen Akteur:innen
    • Qualifizierte Rückmeldekultur entwickeln
    • Für Pfarrei neu erforderlich: Regelmäßiger qualitativer Austausch und Weiterentwicklung zur Liturgie
    • Die liturgische Kleidung bedenken

Sozialraumorientiere Pastoral

  • Da wo Menschen wohnen
  • Geschäfte (REWE etc.)
  • Friedhof
  • Lokale
  • Bäckerei / Café
  • Internet
 
  • Sich den Sozialraum zeigen und erklären lassen (auch als Qualifizierung der kirchlich Verantwortlichen)
  • Bedarfe wahrnehmen
  • Überlegen, wir damit umzugehen ist
  • „Produktentwicklung“ mit den Betreffenden (Zielgruppen) zusammen
  • Präsent sein (als Hauptberufliche erkennbar)
  • Feedback erbitten (Lob, Dank, Kritik,…)
  • Verlässlichkeit
  • Qualifikation (Bsp. Trauerbank)
  • Anliegen der Menschen transportieren und unterstützend
  • Kooperationen suchen und gestalten (Unterstützungssysteme)

Gemeinde

  • Leitung arbeitet im Team
  • Gemeinde eröffnet Räume für Glaubensaustausch
  • Leitung (Wir) fördert (fördern) das Entstehen von Beziehungsnetzen und vertieft diese.
  • Gemeinde hält die Unterschiede und Spannungen zwischen diversen Lebensentwürfen, Glaubenshaltungen… aus (Pluralität)
  • Gemeinde versteht sich als Teil des größeren Netzes Pfarrei neu, wo diese Regeln auch gelten)
  • Gemeinde weiß auch um die distanzierten Glieder
  • Wir versuchen den Glauben respektvoll vorzuschlagen

Glaubenskurs

  • Bietet Räume für Austausch über Erfahrungen, Hoffnungen,…
  • Unterschiedliche Menschen erzählen, was sie glauben, hoffen,…
  • Zweifel, Fragen dürfen besprochen werden
  • Leiter:innen suchen mit und (be)lehren nicht (Suche nach Gott)

Schule

  • Lehrer/innen sind schon seit Jahrzehnten Glaubenszeug:innen
  • Im Fokus steht der Mensch (in seiner gesamten Lebenssituation) à Beziehung!
  • Unsere Schüler:innen im RU sind nicht die religiös gebundenen Katholik:innen – einige ja, viele nicht
  • Wir teilen das Leben miteinander; wir sehen uns 2x pro Woche. Lebensthemen stehen ganz oben (neben dem Bildungsplan)
  • Authentische Lehrpersonen und offene/sich öffnende Räume
  • Es braucht Interesse am Menschen
  • Diese Haltung kann auch über das Klassenzimmer hinaus gehen: Lehrerzimmer, Gesellschaft, System…

Online

  • Content Strategie (Konzept
    • Ca. 2 Hauptverantwortliche
    • Was soll Inhalt sein?
    • Spektrum von verschiedenen (pastoralen) Bereichen
    • Verlässliche Informationen
    • Aktuell & überraschend
    • Authentizität
    • Professionalität
    • Dialog
  • Technische Ausstattung
    • „Professioneller“ Ort für Streaming etc.
    • Jede Kirche Projektionsfläche und Beamer, W-Lan
    • Konferenztechnik – auch in den Pfarrbüros
    • Schnelle und einfache Kommunikation